Konferenz EU

EU-Erweiterung: Auf der Suche nach neuen Impulsen und Perspektiven

Oesterreichische Nationalbank, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien

15. Oktober 2015, 19:00

Die Erweiterung der EU in Richtung des Westbalkans und der Türkei befindet sich zurzeit in einer schwierigen Phase. Mit der Türkei herrscht weitgehend Eiszeit. Am Westbalkan gab es zuletzt eine Reihe von besorgniserregenden Entwicklungen (Ereignisse in Mazedonien, Vorfälle rund um den Srebrenica-Jahrestag und Krise der Regierung in Bosnien, Massenexodus aus dem Kosovo, etc.), die den Erweiterungsprozess in den zweiten Plan rückten. Zwar verhandelt Montenegro mit der EU und wartet Serbien auf den Beginn der Verhandlungen, insgesamt überwiegt jedoch in den Kandidatenländern eine eher nüchterne EU-Stimmung. Ähnlich sieht es auf der Seite der EU und in der Mehrzahl der Mitgliedsstaaten aus. Erweiterungsmüdigkeit, nicht zuletzt formuliert im Juncker-Programm, und bisweilen Unwille, weitere aktive Schritte zu setzen, gehören mittlerweile zur Tagesordnung. Neue Impulse fehlen. Diese wären jedoch im Sinne der weiteren Integration und Stabilisierung der Region dringend vonnöten.

Angesichts dieser gemischten Bilanz und anlässlich der baldigen Vorstellung der neuen Erweiterungsfortschrittsberichte Mitte Oktober 2015 sowie der Meinungsbefragung der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) zur Erweiterung organisierten das Österreichische Institut für Internationale Politik (oiip), die ÖGfE und das Österreichisch-Französisches Zentrum eine eintägige Veranstaltung in Wien. In zwei Workshops und einer öffentlichen Debatte wurde der Stand der EU-Erweiterung kritisch diskutiert.

An der öffentlichen Konferenz haben u.a. Paul Schmidt, Generalsekretär, Österreichische Gesellschaft für Europapolitik, Radovan Jelasic, Vorsitzender des Vorstandes, CEO, Erste Bank Hungary, Irina Ristic, Wissenschaftlerin am Institut für Sozialstudien, Universität Belgrad, Florent Marciacq, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und chargé de mission, Österreichisch-Französisches Zentrum für Annäherung in Europa, Saso Ordanoski, Visiting Fellow, Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Dusan Reljic, Büroleiter Brüssel, Stiftung für Wissenschaft und Politik, Johann Sattler, Leiter des Referats Westlicher Balkan, Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und Vedran Dzihic, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Österreichisches Institut für Internationale Politik, teilgenommen.

Über die Konferenz wurde medial berichtet (cf.  TV- Ausschnitt auf Press TV)

Konferenz organisiert von

 

ÖGfE logo

 

 

 

OIIP logo

  ÖFZ logo

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Französisch

Posted in Internationale Konferenz.