Migration und Religion 2017

Bilaterale Konferenz

MIGRATION UND DIVERSITÄT

Der Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt in Frankreich und Österreich

 

Datum und Ort :

23. Februar 2017, 9:00 - 12:00 Uhr
ifri Paris, 27, rue de la Procession, 75015 Paris

Organisiert von :

Österreichisch-Französisches Zentrum für Annäherung in Europa (ÖFZ), Wien; Institut français des relations internationales (ifri), Paris; International Centre for Migration Policy Development (ICMPD), Wien.

Mit Unterstützung von:

Österreichische Botschaft Paris

Kontext und Ziele:

Die Europäische Union ist seit zwei Jahren von einem großen Zustrom von MigrantInnen aus dem Nahen Osten, Nord-Afrika und asiatischer Krisenregionen betroffen, der durch die Kriege in der Herkunftsregion und dem Mangel an Lebensperspektive für die dortige Zivilbevölkerung verstärkt wird.

Die damit verbundene Flucht und Migration verzeichnet ernste politische Auswirkungen auf die Europäische Union, die bis heute in wichtigen Aspekten um ihre Einstimmigkeit ringt. Die rechtliche Anwendung des Schengen- wie des Dublin-Systems wurde vielfach ausgesetzt, Asylrechte blieben unkoordiniert, Grenzkontrollen mit unterschiedlicher Registrierung eingeführt, Fragen hinsichtlich der Rückführung wie der Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Union müssen als offen bezeichnet werden. Die Unterscheidung von Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen stellt eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten vor immer größer werdende Probleme.

Die Krise wurde schließlich in öffentlichen Debatten diskutiert und nährte den Boden für euroskeptische Diskurse, was folglich in einer Reihe von Staaten innerhalb und außerhalb der Union zu massiven politischen Auseinandersetzungen führte. Gezielter Terrorismus in Europa wie im Nahen Osten verstärken diese Diskussionen. Dieser kriegsbedingte Zustrom wirft auf lange Sicht viele Fragen auf. Integration, Identität, Teilhabe an sozialen Errungenschaften, Freizügigkeit, Religionsfreiheit - um nur einige zu nennen.

Wie gedenken Österreich und Frankreich, mit ihren jeweiligen Traditionen, mit dem Zuwachs an kultureller und religiöser Diversität umzugehen? Wie kann die Union sich vor zunehmender Verwirrung schützen, die von den verschiedensten populistischen Bewegungen in Europa ausgehen? Ist eine Zunahme von Spannungen zwischen aufeinanderprallenden Zivilisationen („clash of civilizations“) und ihren unterschiedlichen Traditionen zu erwarten? Welchen Einfluss hat diese Migrationskrise schlussendlich auf die Vorgehensweisen der jeweiligen europäischen Länder auf Menschenrechte, Grundwerte und ein Menschenbild, wie es von den Vereinten Nationen seit ihrer Gründung vertreten wird? Wie lange kann diese Krise dauern ?

Um auf diese und andere Fragen einzugehen, veranstalten ÖFZ und ifri eine gemeinsame Konferenz zur Migrationskrise und den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt in Österreich und Frankreich.

Konferenzsprachen: Französisch und Deutsch mit Simultanübersetzung.

 

Programm

9:00 – 9:15    Eröffnung

Dr. Dominique DAVID, Präsident des ÖFZ, Berater des Präsidenten des       Französischen Institutes für internationale Beziehungen (ifri), Paris

Keynote

Prof. Dr. Sieglinde ROSENBERGER, Forschungsplattform "Religion and Transformation in Contemporary Societies", Universität Wien

9:15 – 10:30  1. Panel : Institutioneller Rahmen und Status der Religionen in Frankreich und Österreich: Juristischer, historischer und kultureller Kontext

Vorsitz: Dr. Peter JANKOWITSCH, Direktoriumsmitglied, Österreichisch-Französisches Zentrum für Annäherung in Europa, Wien

Prof. Dr.  Didier LECHI, Generaldirektor, Französisches Amt für Einwanderung und Integration, Paris

Dr. Bernhard PERCHINIG, Senior Researcher, International Centre for Migration Policy Development, ICMPD, Wien

Diskussion

10:30 – 10:45            Kaffeepause

10:45 – 12:00            2. Panel: Jüngste Entwicklungen und aktuelle Situation

Vorsitz: Dr. Dominique DAVID, Präsident des ÖFZ, Berater des Präsidenten des Französischen Institutes für internationale Beziehungen, Paris

Dr. Christophe BERTOSSI, Direktor des « Centre Migrations et Citoyenneté », ifri Paris

Moussa AL-HASSAN DIAW, Dipl. Paed., MA, Extremismusforscher Verein DERAD -  Extremismusprävention und Deradikalisierung in Justizanstalten,   Pädagogische Hochschule Linz

Diskussion

12:00  Schlussfolgerung

Dr. Peter JANKOWITSCH, Direktoriumsmitglied, Österreichisch-Französisches       Zentrum für Annäherung in Europa, Bundesminister a.D., Wien

 

 

 

 

 

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Mit der freundlichen Unterstützung von

OB_Paris_de

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Französisch

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