Tirana 2015

EUROPÄISCHE INTEGRATION AM WESTBALKAN

REGIONALE KOOPERATION UND EUROPÄISCHE PERSPEKTIVEN

Montag, 27. April 2015

Albanisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Bulevardi 'Gjergj Fishta', Nr 6., Tirana

Die Förderung der regionalen Zusammenarbeit in den Staaten des westlichen Balkans ist ein Eckpfeiler der Erweiterungspolitik der Europäischen Union, und das aus gutem Grund. Sie zielt darauf ab, die politische Stabilität, Sicherheit und den Wohlstand einer Region zu erhöhen, die von territorialer Fragmentierung und Wiederaufleben von Nationalismen geprägt ist. Die Balkanregion beherbergt weiterhin ein Mosaik der Völker, für die Unterschiede oft wichtiger scheinen als Gemeinsamkeiten. Die „divisions“ wachsen nicht nur an den Grenzen, sondern auch innerhalb des Staates. Diese Divisionen beeinträchtigen die politische Stabilität, den wirtschaftlichen Wachstum und die regionale Sicherheit der Staaten des westlichen Balkans. Die wiederkehrenden Probleme erfordern oft konzertierte Antworten, die einzig eine Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit liefern kann. Welche Schlussfolgerungen können wir aus dem Stand der regionalen Zusammenarbeit in den westlichen Balkanländern auf politischer und wirtschaftlicher Ebene ziehen?

Es ist nicht einfach, in einer Region, die von zwei Jahrzehnten der Desintegration markiert ist, an der regionalen Kooperation zu arbeiten. Um diesen Schritt zu erleichtern, können sich die Staaten des westlichen Balkans an einem gemeinsamen Ziel anlehnen: vollständiges Mitglied der Europäischen Union zu werden. Im Zuge ihrer Erweiterungspolitik haben sich die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten seit einigen Jahren zugunsten der Integration der Staaten des westlichen Balkans eingesetzt, womit sie die Idee der regionalen Kooperation fördert. Welchen Einfluss hat die Europäische Integration in diesem Bereich? Welche Herausforderungen bestehen nach wie vor? Kann der Berliner Prozess oder andere regionale Perspektiven dazu beitragen, Divisionen aus der Vergangenheit zu überwinden?

Obwohl Albanien die Geschichte seiner nördlichen Nachbarn aus dem ehemaligen Jugoslawien nicht teilt, zählt es doch als integrativer Bestandteil der südöstlichen Region. Es wird deshalb gefordert, auf die gleiche Art zu kooperieren wie seine Nachbarn und trachtet ebenso danach, volles Mitglied der Europäischen Union zu werden. Im Juni 2014 hat Albanien Kandidatenstatus erhalten – eine Errungenschaft nach Jahrzehnten von Bemühungen. Aber der Weg zur Mitgliedschaft ist noch mit überwindbaren Hindernissen versehen. Welche Prioritäten sollte Albanien festlegen? Wie investiert es sich im Hinblick auf regionale Zusammenarbeit? Wie sieht Albanien seinen Beitrag zur regionalen Stabilität?

Um über diese Themen zu reflektieren, organisiert das Österreichisch-Französische Zentrum für Annäherung in Europa - eine zwischenstaatliche Organisation, die sich seit Jahrzehnten um europäische Integration der Staaten des westlichen Balkans bemüht - eine internationale Konferenz am 27. April d.J. in Tirana. Ihr Hauptziel ist es, die näheren Umstände der europäischen Dynamik und der regionalen Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten zu analysieren und die Herausforderungen, die sich im Zuge der europäischen Integration Albaniens stellen, zu untersuchen.

Die Konferenz wird in Kooperation mit dem französischen Institut für Internationale Beziehungen in Paris (ifri), in Zusammenarbeit mit dem österreichischen, französischen und albanischen Außenministerium, und mit der Unterstützung des Albanischen Institut für Internationale Studien (AIIS) in Tirana, organisiert. Hochrangige politische Entscheidungsträger, international renommierte Experten und Vertreter der Zivilgesellschaft werden ihre Ansichten vor einem informierten Publikum und unter den Augen der Medien austauschen.

In Albanisch, Englisch, Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Melden Sie Sich bitte an auf: excellence@mfa.gov.al

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